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Reha-Nachsorge – den Rehabilitationserfolg nachhaltig sichern

Eine erfolgreiche Rehabilitation ist ein wichtiger Schritt zurück in den Alltag. Damit Sie die während Ihrer Reha erzielten Fortschritte langfristig erhalten und weiter ausbauen können, bietet die Deutsche Rentenversicherung verschiedene Möglichkeiten der Reha-Nachsorge an.

Wenn die Kosten Ihrer Rehabilitation von der Deutschen Rentenversicherung bzw. der ARGE übernommen wurden, können je nach individuellem Bedarf folgende Nachsorgeangebote für Sie infrage kommen:

  • Rehabilitationssport (Rehasport)
  • Trainingstherapeutische Reha-Nachsorge (T-RENA)
  • Intensivierte Reha-Nachsorge (IRENA)
  • Digitale Reha-Nachsorge

Die Reha-Nachsorge findet in der Regel wohnortnah und berufsbegleitend statt. Je nach Angebot ist auch eine digitale Teilnahme möglich.

Wichtig:  Die Reha-Nachsorge muss innerhalb von drei Monaten nach Beendigung Ihrer Rehabilitationsmaßnahme begonnen werden.

Für die Teilnahme ist keine Zuzahlung erforderlich. Bei einer wohnortnahen Reha-Nachsorge kann Ihnen auf Antrag eine Fahrtkostenpauschale pro Termin erstattet werden.

Nach einer onkologischen Rehabilitation kann Rehabilitationssport, beispielsweise als Bewegungstraining oder Rehasport im Wasser, für Sie infrage kommen.

Rehasport wird in der Regel von örtlichen Sportvereinen oder Sportverbänden angeboten. Das Angebot erstreckt sich üblicherweise über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten und umfasst meist ein bis zwei Termine pro Woche.

Eine Folgeverordnung kann durch Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt erfolgen. Hierfür ist in der Regel die Genehmigung Ihrer Krankenkasse erforderlich.

T-RENA ist ein gerätegestütztes Trainingsprogramm zur Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft, Koordination und körperlicher Belastbarkeit.

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Beeinträchtigung des Haltungs- und Bewegungsapparates, eine sogenannte M-Diagnose. Gegebenenfalls benötigen Sie hierfür zusätzliche medizinische Unterlagen, zum Beispiel von Ihrer behandelnden Orthopädin oder Ihrem behandelnden Orthopäden.

Das Training findet in Gruppen mit maximal zwölf Teilnehmern statt.

T-RENA kann unter anderem in Rehabilitationseinrichtungen, Gesundheitszentren, Physiotherapiepraxen oder Krankenhäusern angeboten werden. Für die onkologische Nachsorge muss der jeweilige Anbieter entsprechend zugelassen bzw. zertifiziert sein.

Bitte informieren Sie sich deshalb vorab beim gewünschten Anbieter, ob T-RENA für Ihre Indikation angeboten wird und freie Plätze verfügbar sind.

IRENA ist ein umfassendes Nachsorgeprogramm, bei dem verschiedene therapeutische Leistungen miteinander kombiniert werden. Bei onkologischen Erkrankungen kann IRENA insbesondere dann sinnvoll sein, wenn mehrere Bereiche nach der Rehabilitation weiter unterstützt werden sollen.

Mögliche Bestandteile sind beispielsweise:

  • Ausdauer- und Bewegungstraining
  • Förderung der Motivation
  • Ernährungsberatung
  • Entspannungstraining
  • Unterstützung beim Umgang mit beruflichen Belastungen

Für die Teilnahme an IRENA müssen mindestens zwei Problembereiche vorliegen, die im Rahmen der Nachsorge behandelt werden sollen, beispielsweise Trainingstherapie und Ernährungstherapie.

IRENA wird in dafür zugelassenen stationären oder ganztägig ambulanten Rehabilitationseinrichtungen angeboten. Bitte klären Sie vorab mit dem jeweiligen Anbieter, ob eine entsprechende Zulassung für die onkologische Nachsorge besteht und freie Plätze verfügbar sind.

Die Nachsorge findet in Gruppen mit maximal zehn Teilnehmern statt, in der Regel einmal pro Woche. Das Programm umfasst 24 Behandlungseinheiten von jeweils 90 Minuten.

Zusätzlich sind ein ärztliches Aufnahme- und Abschlussgespräch vorgesehen.

Eine Verlängerung von IRENA ist nicht möglich.

Die digitale Reha-Nachsorge richtet sich insbesondere an Versicherte, für die eine regelmäßige Teilnahme an einer Reha-Nachsorge vor Ort nicht oder nur schwer möglich ist.

Die Inhalte und Leistungen orientieren sich an den Angeboten von IRENA und T-RENA. Der Vorteil: Sie können viele Leistungen unabhängig von Ihrem Wohnort und zeitlich flexibel nutzen.

Für die Teilnahme benötigen Sie:

  • einen PC, Laptop, ein Tablet oder Smartphone
  • einen Internetzugang

Die digitale Nachsorge wird von stationären oder ganztägig ambulanten Rehabilitationseinrichtungen angeboten, teilweise in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Über den konkreten Ablauf informiert Sie der jeweilige Anbieter.

Auch eine Kombination aus Präsenz- und Online-Terminen ist möglich. So können beispielsweise Trainingseinheiten vor Ort stattfinden, während Sie Schulungs- oder Beratungseinheiten online wahrnehmen.

Bitte kümmern Sie sich möglichst frühzeitig während Ihres Aufenthalts um Ihre weitere Nachsorge.

So gehen Sie vor:

1. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt bei uns.

2. Informieren Sie sich über geeignete Anbieter in Ihrer Nähe. Klären Sie möglichst früh, ob das gewünschte Programm angeboten wird und wann ein Platz verfügbar ist.

3. Teilen Sie uns Ihre Entscheidung möglichst bereits in der ersten Woche Ihres Aufenthaltes mit. 

Bei Rehasport wenden Sie sich bitte an Ihre Aufnahmeärztin bzw. Ihren Aufnahmearzt.

Bei T-RENA, IRENA und digitaler Reha-Nachsorge wenden Sie sich bitte an unser Stationssekretariat.

Bitte teilen Sie uns dabei auch den gewünschten Anbieter und den geplanten Beginn der Nachsorge mit.

Ausführliche Informationen zur Reha-Nachsorge erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung unter reha-nachsorge-drv.de.

Eine Auswahl geeigneter Nachsorgeanbieter finden Sie außerdem auf nachderreha.de, dem Nachsorgeportal der Deutschen Rentenversicherung.

Unser Tipp: Beschäftigen Sie sich möglichst früh während Ihrer Rehabilitation mit der Nachsorge. So erhöhen Sie die Chance, zeitnah nach Ihrer Entlassung mit einem passenden Angebot beginnen zu können.

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